Mitte des 19. Jahrhunderts wurden etwa 560 Einwohner mit überwiegend evangelisch-protestantischem Glaubensbekenntnis gezählt, 107 Hausnummern waren vergeben. Darunter befanden sich die Kirche, die Pfarre, die Schule, das Gemeindehaus, eine Schenkwirtschaft, eine Mühle, zwei Schmieden, 19 Bauerngüter, eine Großhäusler-, 12 Gärtner- und 17 Häuslernahrungen und 50 Häuser ohne Feld, deren Besitzer Leineweber, Bandmacher, Zimmerleute, Maurer, Schneider, Schumacher, Fleischer, Maschinenbauer und Wagner waren. Die Einwohnerzahl erhöhte sich durch den Zuzug von Steinarbeitern Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts.
Außerdem ist eine zweite zu Hennersdorf gehörige Mühle aufgeführt, die Obermühle. In der Mitte des Dorfes stand ein sehr ansehnliches Rittergut mit einem an die
Brennerei angebauten Mühlwerk sowie ein Lustgarten, der durch ein Gewächshaus, einen Park mit Kaskaden und Teichen verschönert wurde. Erwähnt wurden auch ein herrschaftliches Beigut, das Niedergut, sowie das als „Weidigt“ bezeichnete Vorwerk. Das Herrenhaus wurde zum Ende des 2. Weltkrieges 1945 geplündert und niedergebrannt, der damalige Besitzer Herr Rudolf von Bünau enteignet.