Reichenau

Dort wo die Pulsnitz mächtiger geworden und noch sehr naturbelassen dahinfließt, liegt der Ortsteil Reichenau. Von beiden Seiten der Ortsdurchfahrt ist ein bauliches Denkmal für den Ort zu einer Art Wahrzeichen geworden, eine Wassermühle aus längst vergangener Zeit, die Fassade prächtig saniert. (Bild Postkarte, rechte Seite) Heute steht nur noch das Haupthaus.

 

 

Postkarte Reichenau (Farbfotos Linke, Dresden)
Naturbühne Reichenau

Naturbühne Reichenau

Angefangen hat alles eigentlich schon in den 50er Jahren. Damals bildete sich eine Laienspielgruppe, die heitere Volksstücke aufführte. In jener Zeit war das in vielen Orten so üblich. Anlässe gab es genug: Volksfeste, Schulfeste, Vereinsfeste. Auch Freilichtaufführungen fanden statt, zum Beispiel im Tiefental.

 

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Spielplan

Armenhaus von der Gräfenhainer Straße
Ansicht Armen Haus - Gräfenhainer Straße
Armen Haus Hinteransicht
Innenraum Armenhaus

Heimathaus Reichenau

Das heutige "Heimathaus Reichenau" wurde als "Armenhaus" im Jahre 1845 der Gemeinde für 430 Taler gebaut. Das Haus war für die Unterkunft von zwei bedürftigen Familien ausgelegt.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde in einer der Wohnungen das Gemeindeamt Reichenau untergebracht. Ab 2001 stand das "Armenhaus" leer und drohte zu verfallen. Im Jahre 2004 kaufte der Heimat- und Museums- Förderverein Reichenau e. V. von der Gemeinde Haselbachtal Gebäude und Grundstück.

Nach umfangreichen Planungen und Anträgen wurde in den Jahren 2005 und  2006 in liebevoller Arbeit und mit Fördermitteln der EU-Initiative LEADER+ die Rekonstruktion durchgeführt. Jetzt ist das ehemalige "Armenhaus" als gemütliches "Heimathaus" Begegnungsstätte der Bewohner Reichenaus und der Umgebung und zugleich eine schlichte Beherbungsstätte für Gäste.

 

Heute dient dieser Ort zusätzlich der Eheschließung. 

© Foto´s vom Heimat- und Museums-Förderverein Reichenau e.V.

Außenansicht des Heimatmuseums
Heimatmuseum - Bauernküche
Heimatmuseum - Einkaufsbereich

Heimatmuseum Reichenau

Einst wurde es als Schulmuseum vom ehemaligen Oberlehrer Hermann Richter im Jahre 1930 gegründet. Es befindet sich in dem ausgebauten Boden der ehemaligen Schule, inmitten des Dorfes. In der Nachkriegszeit betreute der damalige Neulehrer Konrad Weichert über 4 Jahrzehnte das Museums und die Besucher.
Damit das Museum weitergeführt werden konnte, übernahm ab dem Jahre 2002 der Heimat- und Museums- Förderverein Reichenau e.V. in Abstimmung und Vereinbarung mit der Gemeinde Haselbachtal diese umfangreiche Aufgabe.

 

In unserem Museum kann man mit Hilfe der vielen Exponate gedanklich eintauchen in die früheren Zeiten des dörflich- ländlichen Lebens, der früheren Schulzeit, der Kriegs- und Nachkriegsjahre, der Inflation usw.
„Steinreich" ist unsere Heimat! Deshalb ist dem Granit ein umfangreicher Ausstellungsbereich gewidmet.
Historische Wohn-, Lebens-, Arbeits- und Einkaufsbereiche
(„Gunhilds Laden") wurden  nachgestellt.
 

Weitere Themenbereiche sind:

> Tiere (Präparate) der heimatlichen Wälder und Felder
> die schwere Arbeit der Bauern, der Wald- und Forstarbeiter

> Werkzeuge und Geräte der Handwerker, in Haus und Hof
> die Dorfgeschichte, mit Fotos historischer Gebäude und Personen die Heimweberei
> Grabungsfunde der frühen Jüngsten Bronzezeit

 

Nach vorheriger Anmeldung öffnet das Museum seine Türen für Interessierte.

Heimatmuseum - Schule früher
Heimatmuseum-Schusterbereich
Heimatmuseum-Tiere der heimatlichen Wälder und Felder
Tiefental in Reichenau
Schild Tiefental
Schild Naturschutzgebiet
Tiefental

*) Foto`s Gemeinde Haselbachtal

 

Das Tiefental in Reichenau ist ein geschütztes Naturschutzgebiet, das zu jeder Jahreszeit seinen eigenen Charme besitzt. Im Frühling beeindrucken die frischen Blätter und das Erwachen der Natur. An heißen Sommertagen sorgt der Schatten der Bäume für angenehme Kühle. Im Herbst verwandeln die bunt gefärbten Blätter die Landschaft in ein farbenfrohes Bild. Auch im Winter lädt das Tiefental zu Spaziergängen ein - besonders, wenn Schnee liegt und die "Pulsnitz" zugefroren ist. Darüber hinaus bietet das Gebiet zahlreichen seltenen Pflanzen- und Tierarten einen wertvollen Lebensraum.

 

323 Einwohner (Stand 31.12.2025)