Wetter toll, Stimmung gut und Fußball gewinnt
Auch der neunte Lessingcup des HV Haselbachtal Kamenz in Bischheim ist Geschichte. Allerdings wird er sicher nicht als einer der erfolgreicheren in die Analen des Cups eingehen. Vielmehr regte er auch die Verantwortlichen an, sich Gedanken zu machen, wie das zehnjährige Jubiläum im kommenden Jahr aufgewertet werden kann. Dann sollen auch wieder hochkarätigere Gäste teilnehmen, die den sportlichen Charakter mehr in den Vordergrund bringen.
Manchem erschien es diesmal so als gäbe es eine Verlängerung des Freizeitturniers vom Freitag. Bei dem gewann das Team Möhrsdorf vor quickly pay und AWG. Das Teilnehmerfeld wurde dabei komplettiert von den Bad Boys, Hoffmann Bau und der HVH A-Jugend, die in dieser Reihenfolge die nächsten Plätze belegten. Auch wenn sich mit der Absage von drei Teams schon hier ein gewisser Teilnehmerschwund abzeichnete, so wurde guter Sport durch die ordentlich verstärkten Teilnehmer geboten.
Am Sonnabend brachten auch die Hauptrunden bei Frauen und Männern gute und interessante Partien. Trotz schon brütender Hitze waren alle Teams noch heiß auf Siege und darauf, den Gegnern und Gästen Handballkost vom Feinsten zu bieten. Das Teilnehmerfeld mit insgesamt 24 Mannschaften bei Frauen und Männern wurde diesmal mehr von Teams aus der näheren Umgebung gebildet. Das gleichzeitig in Apolda stattfindende Turnier, der Ferienbeginn und für sonst weit Gereiste die Fußball-WM mögen Gründe für den Teilnehmerschwund sein.
Auch die Turnierfavoriten wurden schnell gefunden und setzten sich in den Vorrundengruppen meist souverän durch. Mit Leipzig, Jahrgang 85 (HVH) und den 90-ern (HVH) setzten sich drei der späteren Finalteilnehmer in den vier Gruppen schon verlustpunktfrei durch. Vierter Gruppensieger wurde „der Rest" (HVH).
Bei den Damen überstanden die haushohen Favoriten HC Rödertal und TU Dresden Reunion souverän und verlustpunktfrei die Vorrunde beider Fünfer-Staffeln. Auch waren die Sonnabend-Zwischenrundenspiele noch von großem Kampfgeist geprägt, während sich das Feld der Teilnehmer am Sonntag bereits früh lichtete. Nach ausgiebiger Disco waren viele Mitbewerber noch mächtig angeschlagen. Am engsten ging es dann in Gruppe eins zu, wobei die Plätze eins für Jahrgang 85 gegen Petis Buben und drei für den Rest gegen Oberlichtenau durch das Torverhältnis entschieden wurden. In Gruppe zwei erreichte Leipzig ungeschlagen vor den 90-ern die Finalrunde. In den Überkreuzvergleichen sicherten sich Petis Buben und die 85-er die Finalteilnahme, während Pokalverteidiger Leipzig nur das Spiel um Platz drei gegen die 90-er erreichte, das der auch noch verlor, weil er bereits abgereist war.
In einem spannenden Finale holten sich die Jungs vom Jahrgang 85 mit einem 13:8-Sieg letztendlich den Pokal.
Bei den Damen errang Bischofswerda mit 12:6 gegen Bad Muskau den dritten Rang. Ungeschlagener Pokalsieger wurde da der HC Rödertal, der mit den Dresdenerinnen beim 16:14-Sieg mehr Probleme hatte als erwartet.
Pünktlich um 14 Uhr konnten Haselbachtal-Bürgermeisterin Margit Boden und HVH-Präsident Steffen Domschke die Siegerehrung vornehmen. Nach diesmal insgesamt 86 Spielen – neun fielen am Sonntag aus – erhielten die Siegermannschaften die Pokale von Wochenkurier und Sächsischer Zeitung überreicht.
Als beste Torhüter wurden Denise Reichel (TU) und Robert Ide (Petis Buben) geehrt. Als beste Spieler erhielten Egle Alesiunaite (HCR) bei den Frauen und Sven Schäfer (Jg. 85) bei den Männern die Sachpreise überreicht.
Nun beginnt bereits die konkrete Planung für den 10. Cup im kommenden Jahr. Dazu hat der HVH auch zugesagt, die erste Männermannschaft als Team auflaufen zu lassen. Hochkarätige Gegner, auch von weiter her, werden dazu so wie bei den Damen schon frühzeitig gesucht.
Nicht vergessen werden dürfen die vielen Helfer hinter den Kulissen, die wieder für den reibungslosen Ablauf sorgten. Ob bei der Organisation, der Tombola, bei der Versorgung, mit dem großen Schiri-Team oder anderen Aufgaben leisteten die wieder einen tollen Job. Die Nennung von Namen verbietet sich, da zu schnell der eine oder die andere vergessen werden könnte.
Endstand Männer: Endstand Frauen:
1. Jahrgang 85 (HVH) 1. HC Rödertal
2. Petis Buben 2. TU Dresden Reunion
3. Die 90-er A-Jugend (HVH) 3. VfB 1999 Bischofswerda
4. Gefährten Leipzig 4. SV RW Bad Muskau
5. Germania Massenn 5. SC Hoyerswerda
6. Der Rest (HVH) 6. Radeberger SV
7. SG Oberlichtenau 7. TSV Niesky
8. TSV Niesky 8. HVH Kamenz
9. VfB 1999 Bischofswerda 9. SV Rähnitz
10. SV Rähnitz
11. TuS Weinböhla
12. Männerrunde
13. HSG Bautzen
14. SV Steina
15. Turbine Berlin
Eberhard Neumann